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Oberlandesgericht Hamm, 7 U 119/22

Datum:
19.01.2023
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
7. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
7 U 119/22
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2023:0119.7U119.22.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Arnsberg, 7 O 158/22
Schlagworte:
Glatteissturz; Darlegungs- und Beweislast; Mitverschulden bei Alkoholisierung
Normen:
§ 823 Abs. 1 BGB; § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB; § 254 Abs. 1 BGB
Leitsätze:

Die Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nach Gefahren- und Organisationsbereichen im vertraglichen Bereich entbindet den Geschädigten nicht davon – wie im Rahmen der deliktischen Haftung – zunächst darzulegen und zu beweisen, dass überhaupt eine abhilfebedürftige Gefahrenquelle aufgrund allgemeiner Glätte oder erkennbarer Anhaltspunkte für eine ernsthaft drohende Gefahr aufgrund vereinzelter Glättestellen bestand (in Fortschreibung zu BGH Urt. v. 25.10.2022 – VI ZR 1283/20, r+s 2023, 42 Rn. 15 ff.; BGH Urt. v. 2.7.2019 – VI ZR 184/18, r+s 2019, 606 Rn. 10 m. w. N.; OLG Hamm Urt. v. 19.1.2021 – 7 U 106/19, BeckRS 2021, 2529 = juris Rn. 18 m. w. N.).

 
Tenor:

Der Senat beabsichtigt, die Berufung der Beklagten gemäß § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO zurückzuweisen.

Es wird der Beklagten Gelegenheit gegeben, binnen drei Wochen nach Zugang dieses Beschlusses Stellung zu nehmen.

 
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Die Berufung ist auf den Hinweis zurückgenommen worden.

 

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