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Oberlandesgericht Hamm, 3 Ws 76/23

Datum:
18.04.2023
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
3. Strafsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
3 Ws 76/23
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2023:0418.3WS76.23.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Arnsberg, V-1 StVK 140/21
Schlagworte:
Maßregel, Sicherungsverwahrung, Anhörung, Videokonferenz
Normen:
StPO § 463e
Leitsätze:

Gemäß § 463e Abs. 1 Satz 3 StPO muss ein Sicherungsverwahrter grundsätzlich persönlich angehört werden, auch wenn dieser in den Einsatz von Videotechnik einwilligt. Ausnahmsweise ist eine Anhörung im Wege der Videokonferenz dann zulässig, wenn im Sinne bestmöglicher Sachaufklärung ausgeschlossen ist, dass durch eine Anhörung in persönlicher Anwesenheit bessere Erkenntnisse erzielt werden können, sich der Sicherungsverwahrte nicht lediglich erst während seiner Anhörung mit dem Einsatz der Videotechnik bereit erklärt, sondern der Einsatz der Videotechnik ohne Veranlassung des Gerichts auf einen von ihm selbst bereits vor dem Anhörungstermin geäußerten Wunsch zurückgeht und er sich im Rahmen des Anhörungstermins auch tatsächlich äußern kann.

 
Tenor:

Die sofortige Beschwerde wird als unbegründet verworfen.

 
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