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Oberlandesgericht Hamm, 11 UF 200/22

Datum:
18.01.2023
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
11. Senat für Familiensachen
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
11 UF 200/22
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2023:0118.11UF200.22.00
 
Vorinstanz:
Amtsgericht Hamm, 33 F 93/22
Schlagworte:
Ablehnung einer Rückführung des entführten Kindes in die Ukraine
Normen:
HKÜ Art. 13 Abs. 1 lit. b; Art. 3; 12 Abs. 1 S. 1
Leitsätze:

Die Anordnung der Rückführung in die Ukraine war wegen schwerwiegender Gefahr eines körperlichen oder seelischen Schadens für das Kind aufgrund dortiger kriegerischer Auseinandersetzungen nach Art. 13 Abs. 1 lit. b des Haager Übereinkommens über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung vom 25.10.1980 (HKÜ) abzulehnen.

 
Tenor:

I.

Auf die Beschwerde der Kindesmutter wird der Beschluss des Amtsgerichts – Familiengericht – Hamm vom 19.09.2022 abgeändert:

Der Antrag des Kindesvaters auf Rückführung des Kindes K. O., * 00.00.2012, in die Ukraine wird zurückgewiesen.

II.

Gerichtskosten werden nicht erhoben; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

III.

Der Wert des Beschwerdeverfahrens wird auf 5.000 € festgesetzt.

 
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