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Oberlandesgericht Hamm, 7 UF 102/19

Datum:
24.07.2020
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
7. Senat für Familiensachen
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
7 UF 102/19
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2020:0724.7UF102.19.00
 
Vorinstanz:
Amtsgericht Arnsberg, 23 F 140/18
Schlagworte:
Kindesunterhalt, Verfahrensstandschaft, Eintritt Volljährigkeit, Genehmigung eines Vergleichsabschlusses
Normen:
BGB § 1629 Abs. 3; BGB § 185
Leitsätze:

Schließt ein Elternteil, der zuvor den Kindesunterhalt in Verfahrensstandschaft geltend gemacht hat, nach Eintritt der Volljährigkeit des Kindes einen Vergleich über dessen Unterhalt, so handelt er als Nichtberechtigter i.S. des § 185 BGB. Die im Vergleichsabschluss liegende Prozesshandlung ist regelmäßig nicht genehmigungsfähig, weil ein besonderes, rechtsschutzwürdiges Interesse des Elternteils an der Geltendmachung des Kindesunterhalts nicht bestehen wird.

 
Tenor:

Auf die Beschwerde des Antragsgegners wird der Beschluss des Amts-

gerichts – Familiengericht – Arnsberg vom 01.04.2019 abgeändert und

festgestellt, dass das Verfahren in erster Instanz durch den Vergleich vom

25.10.2018 nicht wirksam beendet worden ist.

 
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