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Oberlandesgericht Hamm, 3 Ws 372/17

Datum:
30.10.2018
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
3. Strafsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
3 Ws 372/17
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2018:1030.3WS372.17.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Münster, 18 StVK 151/17
Schlagworte:
Fortdauer Unterbringung psychiatrisches Krankenhaus Prüfungsmaßstab Schwere der Tat schwere räuberische Erpressung Persönlichkeitsstörung
Normen:
StGB § 67d Abs. 6 Satz 3, Abs. 3;; 67e; 249, 250, 253, 255
Leitsätze:

1. Bewaffnete Raubüberfälle, die die Tatbestände des schweren Raubes gem. §§ 249, 250 StGB oder der schweren räuberischen Erpressung gem. §§ 253, 255, 249, 250 StGB erfüllen, sind jedenfalls dann erhebliche Taten im Sinne von § 67d Abs. 6 Satz 3, Abs. 3 Satz 1 StGB, wenn die Opfer seelisch schwer unter den Eindrücken der Tat leiden.

2. Dies ist der Fall, wenn die Geschädigten infolge der Tat unter starker seelischer Belastung, die sich in Albträumen ausdrückt, leiden oder gar deshalb ihre berufliche Tätigkeit wechseln müssen.

 
Tenor:

Die sofortige Beschwerde wird verworfen.

Der Verurteilte trägt die Kosten des Rechtsmittels.

 
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