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Oberlandesgericht Hamm, 4 Ws 80/15

Datum:
12.03.2015
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
4. Strafsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
4 Ws 80/15
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2015:0312.4WS80.15.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Essen, 25 Kls 57/09
Schlagworte:
Unterbringung, Psychiatrischen Krankenhaus, Fehleinweisung, Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung, Altfälle
Normen:
§ 67 d VI StGB, § 66b S. 2 StGB n.F., § 66 I, II, III StGB a.F.,; Art. 316e I, II, 316f I, II EGStGB
Leitsätze:

Wird eine Unterbringung in einem Psychiatrischen Krankenhaus aufgrund einer Fehleinweisung gem. § 67 d VI StGB für erledigt erklärt, richtet sich die Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung gem. Art. 316e I, II EGStGB in Verbindung mit Art. 316f I, II EGStGB nach § 66 III StGB a. F., wenn die Tat vor dem 01.01.2011 begangen wurde. Muss der Untergebrachte nach der Erledigung noch Strafhaft verbüßen, kommt jedoch entsprechend der Entscheidung des großen Senats vom 07.10.2008 (BGHSt 52, 379) nur eine Anordnung gem. § 66b I u. II StGB a. F. in Betracht. Die in § 66b S. 2 StGB n. F. getroffene Regelung findet auf die Altfälle keine Anwendung.

 
Tenor:

Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft  wird kostenpflichtig verworfen. Die Staatskasse hat die notwendigen Auslagen des Betroffenen im Beschwerdeverfahren zu tragen, § 473 StPO.

 
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