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Oberlandesgericht Hamm, 35 U 43/97

Datum:
18.09.1998
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
35. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
35 U 43/97
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:1998:0918.35U43.97.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Münster, 16 O 2/96
 
Tenor:

Auf die Berufung des Klägers wird das am 11. April 1997 verkündete Teilurteil der 16. Zivilkammer des Landgerichts Münster abgeändert.

Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger Auskunft zu erteilen über die in dem Zeitraum vom 01. Januar 1990 bis zum 30. Juni 1995 unter seinen Code Nr. #### bis #### eingereichten Versicherungs- und Finanzierungsleistungsverträge sowie über sämtliche von ihm vor dem 01. Januar 1990 vermittelten und in dem Zeitraum vom 01. Januar 1990 bis zum 30. Juni 1995 noch laufenden Versicherungs- und Finanzierungsdienstleistungsverträge, wobei die Auskunft bezogen auf die mit den einzelnen Versicherungsnehmern bzw. Kunden vermittelten Verträge in übersichtlicher Form Auskunft über die folgenden Punkte zu geben hat:

a)

Name und genaue Anschrift des Versicherungsnehmers bzw. Kunden sowie die Bearbeitungsnummer,

b)

Art des vermittelten bzw. abgeschlossenen Versicherungs- und Finanzierungsvertrages,

c)

Versicherungsnummer,

d)

Versicherungssumme,

e)

Versicherungsprämie,

f)

Versicherungsgesellschaft,

g)

Zahlungen der Versicherungsgesellschaften auf alle für die Gesellschaften X und W vermittelten Versicherungsverträge und zwar im einzelnen:

aa)

Höhe der der Geschäftsstelle des Beklagten zugeflossenen Abschlußprovision des 1. Versicherungsjahres,

bb)

Höhe der von ihr vereinnahmten, ab dem 2. Versicherungsjahr gezahlten Verlängerungsabschlußprovisionen und Verwaltungsprovisionen,

cc)

Höhe der Bonuszahlungen aus den vermittelten Sparten Sach- (einschließlich Kraftfahrzeug), Leben-, Renten-, Risiko-Leben- und Krankenversicherungen,

h)

Laufzeit des Versicherungsvertrages,

i)

Datum des Versicherungsantrags,

j)

Versicherungsbeginn,

k)

Stornohaftungszeitraum für den Versicherungsvertrag,

l)

ggf. Datum der Stornierung,

m)

ggf. Datum der Stornogefahrmitteilung an den Kläger,

n)

ggf. Art der ergriffenen Bestandserhaltungsmaßnahmen,

o)

ggf. Gründe für die Stornierung.

Die weitergehende Auskunftsklage wird abgewiesen.

Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Kläger zu 1/10 und dem Beklagten zu 9/10 auferlegt.

Die Entscheidung über die Kosten der ersten Instanz bleibt dem Landgericht vorbehalten.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Es beschwert keine Partei mit mehr als 60.000,00 DM.

 
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