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Oberlandesgericht Düsseldorf, 2 U 30/25

Datum:
25.06.2026
Gericht:
Oberlandesgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
2. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
2 U 30/25
ECLI:
ECLI:DE:OLGD:2026:0625.2U30.25.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Düsseldorf, 4a O 97/21
Schlagworte:
Kindersitz III
Normen:
§ 139 Abs. 2 PatG, § 24 Abs. 2 S. 2 GebrMG, § 287 ZPO
Leitsätze:

1. Bei der Bestimmung des auf die Verletzung eines Patents oder Gebrauchsmusters entfallenden Gewinnanteils ist grundsätzlich zu berücksichtigen, ob die unter Schutz gestellten technischen Details und die damit verbundenen Vorteile werblich herausgestellt wurden.

2. Wenn gerade die Lehre eines benutzten Patents oder Gebrauchsmusters herausgestellt beworben wird, spricht dies dafür, dass sie erheblichen Einfluss auf den erfolgreichen Vertrieb des Produkts hat, selbst wenn es sich dabei lediglich um eine technische Detailverbesserung handelt (Fortführung von OLG Düsseldorf, Urt. v. 03.06.2015 – I-15 U 34/14, GRUR-RS 2015, 13605 – Funkarmbanduhr).

3. Zu berücksichtigen sind nicht nur solche Werbeaussagen und Verpackungshinweise, die unmittelbar auf den Gegenstand der Erfindung verweisen. Vielmehr reicht ein mittelbarer Bezug aus, indem Vorteile des Produkts beworben werden, die im Verletzungszeitraum nur durch die Benutzung der Lehre des Klagepatents erreichbar waren (Fortführung von OLG Düsseldorf,Urt. v. 03.06.2015 – I-15 U 34/14, GRUR-RS 2015, 13605 – Funkarmbanduhr).

 
Tenor:
  1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 178.755,30 EUR zuzüglich Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozent jährlich für die Zeit vom 01.01.2021 bis einschließlich zum 14.12.2021 sowie in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 15.12.2021 zu zahlen.

  1. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen

II. Die Kosten des Rechtsstreits beider Instanzen hat die Klägerin zu 75 % und die Beklagte zu 25 % zu tragen.

III. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Beide Parteien dürfen die Zwangsvollstreckung der jeweils anderen Partei durch Sicher­heitsleistung in Höhe von 120 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die jeweils andere Partei vor der Zwangsvollstreckung Sicherheit in Höhe von 120 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

IV. Die Revision wird nicht zugelassen.

V. Der Streitwert für das Berufungsverfahren wird auf 715.021,18 EUR festgesetzt, wovon auf die Berufung der Klägerin 625.643,53 EUR und auf die Anschlussberufung der Beklagten 89.377,65 EUR entfallen.

 
1

I.

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50

II.

51

A.

52

1.

53 54 55 56 57 58

2.

59 60 61

B.

62

1.

63

2.

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a)

65
aa)
66 67
bb)
68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86
cc)
87 88 89 90 91 92 93 94

b)

95
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bb)
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106 107
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110 111 112 113
cc)
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c)

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bb)
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127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137
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140 141
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(6)
146 147 148

d)

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e)

150 151 152

3.

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III.

154 155 156 157
 

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