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Oberlandesgericht Düsseldorf, VI-3 Kart 96/13 (V)

Datum:
04.02.2015
Gericht:
Oberlandesgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
3. Kartellsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
VI-3 Kart 96/13 (V)
ECLI:
ECLI:DE:OLGD:2015:0204.VI3KART96.13V.00
 
Leitsätze:

Art. 3 GG, §§ 21 Abs. 1, 29 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1, Satz 2 EnWG, 24 Abs. 1 Nr. 3 EnWG; §§ 48, 49 VwVfG; § 19 Abs. 2 Satz 1, Satz 2 StromNEV;

1. § 29 Abs. 2 S. 1 EnWG erlaubt die Änderung von nach § 29 Abs. 1 EnWG er-lassenen Entscheidungen bei einer Änderung der Sach- oder Rechtslage sowie bei einer Änderung der regulierungsbehördlichen Einschätzung.

2. Die Änderungsbefugnis nach § 29 Abs. 2 S. 1 EnWG umfasst nicht nur die substitutive Änderung, sondern auch die Aufhebung einer nach § 29 Abs. 1 EnWG erlassenen Entscheidung.

3. § 29 Abs. 2 S. 2 EnWG stellt keine zusätzlichen Voraussetzungen für die Än-derung nach § 29 Abs. 2 S. 1 EnWG auf. §§ 48, 49 VwVfG bleiben neben die-ser Spezialnorm weiterhin anwendbar.

4. Erwägungen der Behörde zur Verfahrensökonomie sind im Rahmen der Er-messensentscheidung nach § 29 Abs. 2 S. 1 EnWG grundsätzlich zulässig.

 
Tenor:

Die Beschwerden werden zurückgewiesen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens einschließlich der notwendigen Auslagen der Bundesnetzagentur trägt der Betroffene. Die weitere Beteiligte trägt ihre außergerichtlichen Kosten selbst.

Der Beschwerdewert wird auf … EUR festgesetzt.

Die Rechtsbeschwerde wird zugelassen.

 
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