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Oberlandesgericht Düsseldorf, III-3 RVs 22/13

Datum:
20.03.2013
Gericht:
Oberlandesgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
3. Strafsenat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
III-3 RVs 22/13
ECLI:
ECLI:DE:OLGD:2013:0320.III3RVS22.13.00
 
Leitsätze:

StGB §§ 9, 266a

StPO § 7

GG Art. 101 Abs. 1 S. 2

SGB V § 175 Abs. 3 S. 3

SGB IV § 28h Abs. 1 S. 1

BVV § 5 Abs. 1 S. 4

1.

Der tatbestandliche Erfolg des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen (§ 266a Abs. 1 StGB) tritt am Hauptsitz derjenigen Krankenkasse ein, die als zustän-dige Einzugsstelle bestimmt ist.

2.

Dies gilt auch dann, wenn die betreffende Krankenkasse den Beitragseinzug dezentral organisiert hat.

3.

Dass die Spitzenverbände der Krankenkassen nach abstrakten Merkmalen festlegen, welche Kasse konkret für den Beitragseinzug zuständig ist, und dass diese Festlegung somit auf die örtliche Zuständigkeit nach § 9 StGB, § 7 StPO zurückwirkt, begegnet keinen Bedenken im Hinblick auf Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG (Recht auf den gesetzlichen Richter).

OLG Düsseldorf, 3. Strafsenat, Urteil III – 3 RVs 22/13 vom 20. März 2013

 
Tenor:

Auf die Revision der Staatsanwaltschaft wird das Urteil des Amtsgerichts Wuppertal vom 16. November 2012 aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Abteilung des Amtsgerichts Wuppertal zurückverwiesen.

 
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