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werden der Widerspruch und der Antrag gemäß § 765 a ZPO des Schuldners vom 27.11.2012 gegen die Verpflichtung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung kostenpflichtig zurückgewiesen.
G r ü n d e:
2Das Verfahren richtet sich nach altem Recht, § 39 Nr. 1 EGZPO.
3Mit im Termin vom 27.11.2012 erhobenem Widerspruch wandte sich der Schuldner gegen seine Verpflichtung gemäß §§ 807, 900 ZPO. Auf seine Erklärung, sowie auf die aus den Akten ersichtlichen, den Parteien bekannten, Anträge wird Bezug genommen.
4Die Gläubigerin wurde zum Widerspruch des Schuldners gehört. Er hat dessen Zurückweisung beantragt.
5Der Widerspruch ist gemäß § 900 Abs. 4 ZPO formell zulässig, jedoch in der Sache unbegründet. Der Schuldner kann mit seinen Einwendungen im Vollstreckungsverfahren nicht gehört werden, denn die Einwendungen sind gegen den materiellen Bestand der Forderung gerichtet. Maßgebend für die Entscheidung des
6Vollstreckungsgerichts ist jedoch ausschließlich der zugestellte Vollstreckungstitel. Erwägungen, die den Bestand der titulierten Forderung betreffen, hat das Vollstreckungsgericht nicht anzustellen.
7Da die allgemeinen Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung und die besonderen Voraussetzungen für diese Verfahren gegeben sind, ist der Schuldner verpflichtet, die eidesstattliche Versicherung abzugeben.
8Insbesondere hindert die schlechte Vermögenslage des Schuldners nicht das Verfahren zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung.
9Im Übrigen wird diesbezüglich auf den richterlichen Beschluss vom 19.12.2012 im Verfahren 667 M 2797/12 bezug genommen.
10Nach § 765 a I 1 ZPO kann Vollstreckungsschutz nur gewährt werden, wenn die Zwangsvollstreckungsmaßnahme unter voller Würdigung des Schutzbedürfnisses des Gläubigers wegen ganz besonderer Umstände eine Härte bedeutet, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist.
11Dabei ist zu beachten, dass § 765 a I 1 ZPO eine Ausnahmevorschrift ist. Sie greift nicht schon deshalb ein, wenn der nachgesuchte Vollstreckungsschutz im Interesse des Schuldners dringend geboten und dem Gläubiger auch zuzumuten ist.
12Die Zwangsvollstreckung muss vielmehr eine Härte in sich schließen, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist; sie muss ein sittenwidriges Ergebnis haben.
13Der Schuldner hat nichts vorgetragen, was eine positive Entscheidung rechtfertigen könnte.
14Seine materiell-rechtlichen Einwendungen sind im vorliegenden Verfahren unbeachtlich.
15Darüber hinaus könnte die Zwangsvollstreckung im Rahmen des § 765 a ZPO nicht insgesamt eingestellt werden, sondern immer nur im Bezug auf eine konkrete Maßnahme.
16Der Widerspruch und der Antrag gemäß § 765 a ZPO waren mit der Kostenfolge der §§ 91, 788 I ZPO zurückzuweisen.
17Düsseldorf 23.05.2013
18Amtsgericht
19T, Rechtspfleger