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Landgericht Bielefeld, 2 KLs 6/21

Datum:
30.09.2021
Gericht:
Landgericht Bielefeld
Spruchkörper:
2. Große Strafkammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
2 KLs 6/21
ECLI:
ECLI:DE:LGBI:2021:0930.2KLS6.21.01
 
Tenor:

Die Angeklagte Y. wird wegen unerlaubter Herstellung von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von

einem Jahr und sechs Monaten

verurteilt.

Die Vollstreckung der Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

Der Angeklagte W. wird wegen schwerer Vergewaltigung in zwei Fällen, jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, wegen schweren sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, wegen sexuellen Übergriffs, wegen des Besitzes kinderpornographischer Inhalte in Tateinheit mit Besitz jugendpornographischer Inhalte sowie wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von

elf Jahren

verurteilt.

Es wird gegen den Angeklagten W. ein lebenslanges Berufsverbot für eine Tätigkeit als im Krankenhaus beschäftigter Arzt sowie bei übrigen Tätigkeiten als behandelnder Arzt weiblicher Personen angeordnet.

Der Angeklagte W. wird verurteilt, an die Nebenklägerin GB. ein Schmerzensgeld i.H.v. € 35.000,00 nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.09.2021 zu zahlen.

Es wird festgestellt, dass der Angeklagte W. verpflichtet ist, der Nebenklägerin GB. sämtliche derzeit nicht absehbare materielle Schäden, die ihr aufgrund der Taten vom 00.00.0000 entstehen werden, zu ersetzen, soweit sie nicht auf Sozialversicherungsträger und sonstige Dritte übergehen.

Der Angeklagte W. wird verurteilt, an die Nebenklägerin AY. ein Schmerzensgeld i.H.v. € 10.000,00 nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.09.2021 zu zahlen.

Es wird festgestellt, dass der Angeklagte W. verpflichtet ist, der Nebenklägerin AY. sämtliche derzeit nicht absehbare materielle Schäden, die ihr aufgrund der Tat vom 00.00.0000 entstehen werden, zu ersetzen, soweit sie nicht auf Sozialversicherungsträger und sonstige Dritte übergehen.

Es wird festgestellt, dass die Ersatzansprüche der Nebenklägerin AY. aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung resultieren.

Im Übrigen wird von einer Entscheidung über die Adhäsionsanträge der Nebenklägerinnen GB. und AY. abgesehen.

Die Angeklagten tragen die Kosten des Verfahrens. Der Angeklagte W. hat darüber hinaus die notwendigen Auslagen der Nebenklägerinnen, die durch die Adhäsionsanträge angefallenen gerichtlichen Kosten, seine insoweit entstandenen notwendigen Auslagen sowie die durch den Adhäsionsantrag entstandenen notwendigen Kosten der Adhäsionsklägerinnen GB. und AY. zu tragen.

Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar.

Angewandte Vorschriften:

 
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