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Landesarbeitsgericht Köln, 7 SLa 576/24

Datum:
20.04.2026
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
7. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
7 SLa 576/24
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2026:0420.7SLA576.24.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 16 Ca 2739/23
Schlagworte:
Feststellungsinteresse, Bestimmtheit, rechtsschutzgewährende Auslegung, Teilzeitantrag, Fiktion, Zugang einer E-Mail, Anscheinsbeweis, Auslegung eines Verringerungsverlangens, Anschlussberufung, Klageänderung, anderweitige Rechtshängigkeit
Normen:
§ 256 Abs. 1 ZPO, § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § 8 Abs. 1, Abs. 2, Abs. 5 TzBfG, § 130 Abs. 1 BGB, § 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 261 Abs. 3 Nr. 1 ZPO
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

Inhaltsangabe:

Die Parteien streiten darüber, ob die Arbeitszeit der klagenden Arbeitnehmerin nach § 8 Abs. 5 Sätze 2 und 3 TzBfG entsprechend ihren Wünschen als verringert und verteilt gilt. Es geht dabei im Wesentlichen darum, ob die Klägerin den Zugang ihres behaupteten E-Mail-Teilzeitantrags bei der Arbeitgeberin beweisen kann und ob ihr in diesem Zusammenhang ein Anscheinsbeweis zukommt. Auch stellt sich die Frage, ob weitere Erklärungen der Arbeitnehmerin als neue Teilzeitanträge ausgelegt werden können.

 
Tenor:
  1. Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil des Arbeitsgerichts Köln vom 17.09.2024 - 16 Ca 2739/23 - im Kostenausspruch sowie hinsichtlich des Tenors zu 3. teilweise und insoweit abgeändert, wie festgestellt worden ist, dass sich die Arbeitszeit auf fünf Wochenarbeitstage (Montag bis Freitag) mit jeweils vier Arbeitsstunden pro Arbeitstag und einem arbeitstäglichen Ende der Arbeitszeit um spätestens 13.00 Uhr verteilt. Im Umfang der Abänderung wird die Klage abgewiesen.

  1. Im Übrigen wird die Berufung der Beklagten zurückgewiesen.

  1. Die Anschlussberufung der Klägerin wird zurückgewiesen.

  1. Die Kosten des arbeitsgerichtlichen Verfahrens tragen bei einem Streitwert in Höhe von 26.713,22 € die Klägerin zu 45 % und die Beklagte zu 55 %. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen bei einem Streitwert in Höhe von 11.014,83 € die Klägerin zu 61 % und die Beklagte zu 39 %.

  1. Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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