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Landesarbeitsgericht Köln, 1 Ta 17/19

Datum:
30.04.2019
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
1. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 Ta 17/19
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2019:0430.1TA17.19.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 12 Ca 3964/15
Schlagworte:
- unbeschränkte Beiordnung - Vertretungspflicht im Nachprüfungsverfahren - Aufhebung der Beiordnung
Normen:
§ 121 ZPO - § 48 Abs. 1 Nr. 1 BRAO - § 48 Abs. 2 BRAO
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1.) Aufgrund des öffentlich-rechtlichen Rechtsaktes der gerichtlichen Beiordnung ist der Rechtsanwalt gemäß § 48 Abs. 1 Nr. 1 BRAO verpflichtet, seiner Mandantschaft im Umfang der Beiordnung zur Verfügung zu stehen.

2.) Ist beim Prozesskostenhilfemandat die Beiordnung unbeschränkt beantragt und bewilligt worden, muss der Rechtsanwalt die Vertretung einschließlich des Nachprüfungsverfahrens anbieten.

3.) Zu einer Beschränkung des Mandats auf das Hauptsacheverfahren ist der Rechtsanwalt in diesem Fall nicht berechtigt.

4.) Eine pflichtwidrige Mandatsbeschränkung stellt keinen Grund zur Aufhebung der Beiordnung i. S. v. § 48 Abs. 2 BRAO dar.

 
Tenor:

Die sofortige Beschwerde des beigeordneten Prozessbevollmächtigten gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Köln vom 21.01.2019 (12 Ca 3964/15) wird zurückgewiesen.

 
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