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Landesarbeitsgericht Köln, 9 Ta 114/18

Datum:
27.07.2018
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
9. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9 Ta 114/18
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2018:0727.9TA114.18.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 1 Ca 4556/17
Schlagworte:
Prozesskostenhilfe, Abfindung, Schonvermögen
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Eine im Kündigungsschutzprozess vereinbarte und ausgezahlte Abfindung ist gemäß § 115 Abs. 3 Satz 1 ZPO als Vermögen einzusetzen, soweit das der Partei nach § 115 Abs.3 Satz 2 ZPO in Verbindung mit § 90 SGB XII zu belassende Schonvermögen unangetastet bleibt.

    2. Nach Anhebung des Vermögensfreibetrags von Leistungsbeziehern der Sozialhilfe in § 1 der Durchführungsverordnung zu § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII von 2.600,00 EUR auf 5.000,00 EUR können die durch den Verlust des Arbeitsplatzes entstehenden Kosten nicht mehr typisierend in Höhe eines Schonbetrages für Ledige zusätzlich von der Abfindung abgesetzt werden (entgegen LAG Hamm, Beschluss vom 26. Januar 2018 – 5 Ta 561/17, LAG ‚Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17. April 2018 – 7 Ta 37/18).

Rechtskraft:
rechtskräftig
 
Tenor:
 
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
 

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