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Landesarbeitsgericht Köln, 4 Sa 930/16

Datum:
13.10.2017
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
4. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
4 Sa 930/16
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2017:1013.4SA930.16.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Aachen, 5 Ca 4871/14
Schlagworte:
Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin, Vergütungspflicht praktische Tätigkeit, Darlegungs- und Beweislast
Normen:
§ 7 PsychThG, § 612 Abs. 1 BGB, § 2 PsychTh-APrV
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Wird ein unentgeltliches Praktikum vereinbart, kann in entsprechender Anwendung von § 612 Abs. 1 BGB ein Vergütungsanspruch bestehen, auch wenn die Anwendung des Berufsbildungsgesetzes (§ 26 in Verbindung mit § 17 Abs. 1 Satz 1 BBiG) durch § 7 PsychThG ausgeschlossen ist.

    2. Werden Leistungen erbracht, die im Rahmen der praktischen Tätigkeit im Sinne des § 2 PsychTh-APrV nicht geschuldet und nur gegen Zahlung der üblichen Vergütung zu erwarten sind, erfolgt die Vergütung dieser höherwertigen Dienste entsprechend § 612 Abs. 1 BGB.

    3. Einzelfallentscheidung im Anschluss an BAG, Urteil vom 10.02.2015 – 9 AZR 289/13 (Erbringung nicht geschuldeter Dienste im vorliegenden Fall verneint).

 
Tenor:

1.              Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil desArbeitsgerichts Aachen – Gerichtstag Düren –(5 Ca 4871/14 d) wird zurückgewiesen.

2.              Die Klägerin trägt die Kosten des Berufungs-verfahrens.

3.              Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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