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Landesarbeitsgericht Köln, 4 Sa 726/14

Datum:
06.03.2015
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
4. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
4 Sa 726/14
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2015:0306.4SA726.14.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 11 Ca 10240/12
Schlagworte:
Insolvenzanfechtung, Arbeitsentgelt, inkongurente Deckung
Normen:
§ 131 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 InsO
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Auch in Fällen sogenannter inkongruenter Deckung kann es aus verfassungsrechtlichen Gründen geboten sein, dass das Existenzminimum, das auch die Pfändungsfreibeträge nach § 850 c ZPO bestimmt, anfechtungsfrei bleibt.

2. Es spricht viel dafür, dass bei den Anfechtungsfällen des § 131 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 die Inkongruenz für den Anfechtungsgegner objektiv erkennbar sein muss.

 
Tenor:

Auf die Berufung des Klägers (*1) wird das Urteil des Arbeitsgerichts Köln vom 05.06.2014 – 11 Ca 10240/12 – abgeändert:

Das Versäumnisurteil des Arbeitsgerichts Köln vom 14.05.2013 – 11 Ca 10240/12 – wird aufrechterhalten.

Die weiteren Kosten des Rechtstreits hat der Kläger zu tragen.

Die Revision wird zugelassen.

 
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