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Landesarbeitsgericht Köln, 1 Ta 145/15

Datum:
22.06.2015
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
1. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 Ta 145/15
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2015:0622.1TA145.15.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Bonn, 5 Ca 451/14
Schlagworte:
- Verletzung der Mitteilungspflicht - keine Zurechnung von Anwaltsverschulden
Normen:
- § 120 a Abs. 2 Satz 1 ZPO i. V. m. § 11 a Abs. 1 ArbGG - § 124 Abs. 1 Nr. 4 Z
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Eine Partei kann sich bei Erfüllung ihrer Mitteilungspflicht gemäß § 120 a Abs. 2 Satz 1 ZPO durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen (§ 79 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

2. Die Vorschrift des § 124 Abs. 1 Nr. 4 ZPO hat Sanktionscharakter, so dass eine Zurechnung von Anwaltsverschulden gemäß § 85 Abs. 2 ZPO nicht in Betracht kommt. Maßgeblich ist die Redlichkeit der Partei selbst.

 
Tenor:

Auf die sofortige Beschwerde der Klägerin wird der

                            Beschluss des Arbeitsgerichts Bonn vom 17.02.2015

                            (5 Ca 451/14 EU) aufgehoben.

 
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