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Landesarbeitsgericht Köln, 11 Ta 291/14

Datum:
28.11.2014
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
11. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
11 Ta 291/14
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2014:1128.11TA291.14.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 9 Ca 9417/11
Schlagworte:
Aufhebungsbeschluss, Fristversäumnis, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Normen:
§§ 120 IV 2, 127 III 3, 233 ff., 85 II ZPO
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Sowohl die Aufforderung, sich über eine etwaige Änderung der persönlichen Verhältnisse zu erklären (§ 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO), als auch ein auf § 124 Nr. 2 ZPO gestützter Aufhebungsbeschluss sind an den beigeordneten Rechtsanwalt zu richten und zuzustellen (BAG, Beschl. v. 19.07.2006 – 3 AZB 18/06 -; BGH, Beschl. v. 08.12.2010 – XII ZB 38/09 – m.w.N.).

2. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann nicht gewährt werden, wenn nach den glaubhaft gemachten Tatsachen zumindest die Möglichkeit offen bleibt, dass die Fristversäumnis – hier § 127 Abs. 3 Satz 3 ZPO – von der Partei bzw. ihrem Prozessbevollmächtigten verschuldet war (BGH, Beschl. v. 08.04.2014 – VI ZB1 /13 – m.w.N.).

3. Die Vorschrift des § 85 Abs. 2 ZPO findet im Prozesskostenhilfeverfahren Anwendung (BGH, Beschl. v. 12.06.2001 – XI ZR 161/01 – m.w.N.).

 
Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Klägers gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Köln vom 16.05.2013– 9 Ca 9417/11 – wird als unzulässig verworfen.

 
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