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Landesarbeitsgericht Köln, 3 Sa 1577/10

Datum:
01.06.2011
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
3.Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
3 Sa 1577/10
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2011:0601.3SA1577.10.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 6 Ca 4330/10
Schlagworte:
Annahmeverzug, Erbengemeinschaft, Anspruchsübergang, Bedarfsgemeinschaft, Arbeitslosengeld
Normen:
§§ 615, 1922, 2032, 2039 BGB, § 115 SGB X
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

Gemäß § 115 SGB X gehen Ansprüche des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf Annahmeverzugsentgelt nur insoweit auf den Träger von Sozialleistungen über, als dieser Sozialleistungen an dem Arbeitnehmer erbracht hat, die aufgrund dessen eigener sozialrechtlicher Ansprüche für diesen selbst bestimmt sind (Anschluss an LAG Köln, Urteil vom 16.09.2010 – 7 Sa 385/09).

 
Tenor:

1. Auf die Berufung der Kläger wird das Urteil des Arbeitsgerichts Köln vom 12.10.2010 – 6 Ca 4330/10 – teilweise abgeändert.

2. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger

o 1.781,90 € brutto abzüglich 241,29 € netto nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.08.2008,

o 1.691,08 € brutto abzüglich 241,29 € netto nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.09.2008,

o 816,20 € brutto nebst Zinsen in Höhe von

5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.10.2008,

o 185,56 € brutto nebst Zinsen in Höhe von

5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.11.2008,

o 1.621,88 € brutto abzüglich 209,12 € netto nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 15.12.2008,

o 1.730,00 € brutto,

o 410,32 € brutto nebst Zinsen in Höhe von

5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 22.12.2008,

o 4.844,01 € brutto abzüglich 723,87 € netto nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus 1.781,90 € brutto seit dem 15.01.2009, aus 1.742,98 € brutto seit dem 15.02.2009 sowie aus 1.319,93 € brutto seit dem 15.03.2009

zu zahlen.

3. Die Berufung der Beklagten wird zurückgewiesen.

4. Die Beklagte hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

5. Die Revision wird für die Beklagte zugelassen soweit die Beklagte zur Zahlung verurteilt worden ist.

Im Übrigen wird die Revision nicht zugelassen.

 
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