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Landesarbeitsgericht Köln, 9 Sa 1445/07

Datum:
22.04.2008
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
9. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
9 Sa 1445/07
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2008:0422.9SA1445.07.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Siegburg, 1 Ca 1301/07
Schlagworte:
Bezugnahmeklausel; AGB-Kontrolle; Gleichbehandlungsgrundsatz
Normen:
§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB, § 242 BGB, § 4 Abs. 1 TzBfG, § 7 Abs. 1 AGG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Eine arbeitsvertragliche Klausel, nach der zukünftige Tarifregelungen den Vertragsbestimmungen vorgehen, auch wenn die einzelvertragliche Vereinbarung günstiger ist, ist nach § 307 Abs. 1 BGB unwirksam.

2. Sofern ein Arbeitnehmer geltend macht, dass die im Arbeitsvertrag vereinbarte Bezugnahmeklausel unwirksam ist, ist der Arbeitgeber berechtigt, ihn anders zu stellen als die Arbeitnehmer, die eine Anwendbarkeit auch verschlechternder tariflicher Regelungen gegen sich gelten lassen.

 
Tenor:

1. Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Siegburg vom 16.10.2007 – 1 Ca 1301/07 – wird kostenpflichtig zurückgewiesen.

2. Die Revision gegen dieses Urteil wird nicht zugelassen.

 
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