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Landesarbeitsgericht Köln, 9 Ta 51/07

Datum:
30.05.2007
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
9. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9 Ta 51/07
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2007:0530.9TA51.07.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 3 Ca 6142/06
Schlagworte:
Kündigungsschutzklage; nachträgliche Zulassung
Normen:
§ 5 KSchG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Im Verfahren auf nachträgliche Zulassung einer Kündigungsschutzklage ist nicht zu klären, wann die Kündigung tatsächlich zugegangen ist. Gegenstand ist allein die Prüfung, ob die – ggf. unterstellte – verspätete Klageerhebung vom Arbeitnehmer verschuldet ist oder nicht.

2. Kündigt der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer, der während eines im Ausland verbrachten Erholungsurlaubs erkrankt, durch ein an die inländische Anschrift gerichtetes Schreiben, so ist dem Arbeitnehmer, der aufgrund seiner Erkrankung erst nach Ablauf der Klagefrist zurückkehrt, jedenfalls dann nachträgliche Klagezulassung zu gewähren, wenn er dem Arbeitgeber seine Faxanschrift und Postanschrift im Ausland mitgeteilt hatte und der Arbeitgeber ihm dennoch keine Mitteilung über die Kündigung im Ausland hatte zukommen lassen.

 
Tenor:

1. Auf die sofortige Beschwerde des Klägers wird der Beschluss des Arbeitsgerichts Köln vom 20. Dezember 2006 - 3 Ca 6142/06 – abgeändert:

Die Kündigungsschutzklage wird nachträglich zugelassen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt der Beklagte.

3. Der Streitwert wird für das Beschwerdeverfahren auf EUR 7.200,00 festgesetzt.

 
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