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Landesarbeitsgericht Köln, 11 Sa 172/07

Datum:
27.07.2007
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
11. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
11 Sa 172/07
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2007:0727.11SA172.07.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Aachen, 8 Ca 3185/04
Schlagworte:
Beweiswert von Zeugenaussagen; Aufrechnung gegenüber unpfändbarer Vergütungsforde-rung
Normen:
§ 394 S. 1 BGB; §§ 286 Abs. 1 S. 1, 398 Abs. 1 ZPO
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Eine grundsätzliche Zeugenabwertung für bestimmte Personenkreise (hier die Ehegattin des Geschäftsführers der Arbeitgeberin und deren Mitgesellschafte-rin) ist unzulässig (wie LAG Köln, Urteil vom 01.12.2000 – 11 Sa 1147/00, LAGE § 448 ZPO Nr. 4).

2. Ob und inwieweit der mit § 394 Satz 1 BGB zu Gunsten des Arbeitnehmers gewollte Sozialschutz wegen einer vom Arbeitnehmer im Rahmen seines Ar-beitsverhältnisses gegenüber dem Arbeitgeber verübten treuwidrigen und vor-sätzlichen Nachteilszufügung weichen muss, richtet sich nach den gesamten Umständen des Einzelfalls, wobei das Gewicht des mit § 394 Satz 1 BGB ge-wollten Sozialschutzes und der Treueverstoß gegeneinander abzuwägen sind (im Anschluss an BAG, Urteil vom 31.03.1960 – 5 AZR 441/57, AP Nr. 5 zu § 394 BGB).

 
Tenor:

1. Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Aachen vom 04.09.2006 – 8 Ca 3185/04 – wird zurückgewiesen.

2. Die Kosten der Berufung trägt der Kläger.

3. Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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