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Landesarbeitsgericht Köln, 3 Sa 535/06

Datum:
23.08.2006
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
3. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
3 Sa 535/06
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2006:0823.3SA535.06.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Köln, 1 Ca 9151/05
Schlagworte:
Freistellung, Vorfeiertag, Zeitausgleich, Gleichbehandlung, Entgeltfortzahlung, Annahmeverzug, Teilzeit
Normen:
Art. 3 Abs. 1, 9 Abs. 3 GG; § 4 Abs. 1 TzBfG; § 615 BGB, § 2 Abs. 1 EFZG; § 11 Manteltarifvertrag Deutsche Lufthansa AG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Tarifvertragsparteien kommt bei der Vereinbarung von Tarifverträgen ein durch Art. 9 Abs. 3 GG geschützter Entscheidungsspielraum zu, der lediglich willkürliche Regelungen ausschließt (hier. Berechnung einer Zeitgutschrift für eine kraft tariflicher Freistellungsregelung ausgefallenen Schicht).

2. Die sachliche Rechtfertigung einer Ungleichbehandlung richtet sich maßgeblich nach dem Leistungszweck.

3. Annahmeverzugsansprüche kommen nicht in Betracht, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer rechtwirksam von der Arbeitspflicht freigestellt hat.

 
Tenor:

1. Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Köln vom 23.03.2006 – 1 Ca 9151/05 – wird zurückgewiesen.

2. Die Klägerin hat die Kosten der Berufung zu tragen.

3. Die Revision wird zugelassen.

 
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