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Landesarbeitsgericht Köln, 3 Sa 1655/05

Datum:
07.06.2006
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
3. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
3 Sa 1655/05
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2006:0607.3SA1655.05.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Aachen, 9 Ca 405/05
Schlagworte:
Unterschlagung, Schadensschätzung, Aussetzung, Verjährung, Verspätung
Normen:
§§ 280, 281 BGB, § 823 Abs.2 BGB, §§ 138, 149, 286, 287 ZPO, § 67 Abs. 4 ArbGG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Eine Schadensschätzung nach § 287 ZPO ist für den Haftungsgrund, also das anspruchsbegründende Ereignis selbst, nicht möglich.

2. Werden Einwände einer Partei gegen einen Schadensersatzanspruch, die auf eigenen Parteihandlungen in der Vergangenheit beruhen, erstmals außerhalb der Berufungsbegründungsfrist vorgebracht, so kann die Partei einen verspäteten Sachvortrag nicht mit einer erst kürzlich erfolgten Einsichtnahme in eine Ermittlungsakte entschuldigen.

 
Tenor:

1. Die Berufung der Klägerin gegen das Schlussurteil des Arbeitsgerichts Aachen vom 30.09.2005 – 9 Ca 405/05 – wird zurückgewiesen.

2. Die Klägerin hat die Kosten der Berufung zu tragen.

3. Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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