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Landesarbeitsgericht Köln, 10 TaBV 25/04

Datum:
14.04.2005
Gericht:
Landesarbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
10. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
10 TaBV 25/04
ECLI:
ECLI:DE:LAGK:2005:0414.10TABV25.04.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Bonn, 6 BV 123/03
Schlagworte:
Konzernbetriebsrat, Entsendungsrecht, mehrstufiger Konzern, Antragsbefugnis
Normen:
§§ 19 II, 47 V, 55 IV, 58 II BetrVG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

Zur Frage der Rechtmäßigkeit der Zusammensetzung des Konzernbetriebsrats (KBR) einer Obergesellschaft im mehrstufigen Konzern, der über seine Verkleinerung nach §§ 55 IV, 47 V BetrVG zu entscheiden hat:

1. Das einzelne Mitglied des Gesamtbetriebsrats (GBR) ist antragsbefugt, wenn der GBR von seinem Entsendungsrecht in den KBR keinen Gebrauch macht.

2. § 19 II BetrVG ist – analog – nicht anwendbar.

3. Zuständig für die Entsendung in den KBR der Obergesellschaft sind die GBR und nicht der KBR einer Unterordnungskonzernspitze.

4. Das Entsendungsrecht des GBR ist nicht delegationsfähig.

 
Tenor:

Auf die Beschwerde des Beteiligten zu 2 (Gesamtbetriebsratsmitglied des Gesamtbetriebsrats der T-S GmbH P) wird festgestellt, dass die Konzernbetriebsvereinbarung zur Zusammensetzung des Konzernbetriebsrats im Konzern De vom 26.03.2003 in der Fassung vom 09.05.2003 rechtsunwirksam und der Beteiligte zu 3 (Konzernbetriebsrat D AG) nicht ordnungsgemäß gebildet und deshalb insgesamt rechtswidrig ist.

Die Rechtsbeschwerde wird zugelassen.

 
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