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Arbeitsgericht Köln, 18 Ca 6344/24

Datum:
19.11.2025
Gericht:
Arbeitsgericht Köln
Spruchkörper:
18. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
18 Ca 6344/24
ECLI:
ECLI:DE:ARBGK:2025:1119.18CA6344.24.00
 
Schlagworte:
Wartezeitkündigung, Wartefrist, Kausalität, Behinderung, Schwerbehinderung, Eignungsmangel
Normen:
§ 164 Abs. 2 SGB IX, § 7 Abs. 1 AGG, § 22 AGG, § 167 Abs. 1 SGB IX, § 178 Abs. 2 Satz 1 SGB IX, Artt. 2, 27 Abs. 1 VN-BRK, Art. 5 Satz 2 der Richtlinie 2000/78/EG, § 1 KSchG, § 6 KSchG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Auch während der Wartefrist des § 1 Abs. 1 KSchG kann nach § 167 Abs. 1 SGB IX ein Präventionsverfahren durchzuführen sein (entgegen BAG, Urteil vom 03.04.2025 – 2 AZR 178/24).

2. Bei Verletzung der Pflichten nach § 167 Abs. 1 und § 178 Abs. 2 Satz 1 SGB IX durch den ARG ist in Würdigung der Gesamtumstände durch das Gericht im Einzelfall zu entscheiden, ob eine in der Folge ausgesprochene Kündigung wegen der Behinderung erfolgt ist.

3. Die Unwirksamkeit einer Kündigung kann aus § 242 BGB folgen, wenn der Arbeitgeber seinen Verpflichtungen aus § 164 Abs. 4 SGB IX bzw. Artt. 2, 27 Abs. 1 VN-BRK und Art. 5 Satz 2 der Richtlinie 2000/78/EG nicht nachkommt.

 
Tenor:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Der Kläger trägt die Kosten des Rechtsstreits.

3. Der Streitwert beträgt 15.000,00 EUR.

4. Die Berufung wird gesondert zugelassen.

 
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