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Arbeitsgericht Aachen, 8 Ca 4953/12 d

Datum:
20.06.2013
Gericht:
Arbeitsgericht Aachen
Spruchkörper:
8. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
8 Ca 4953/12 d
ECLI:
ECLI:DE:ARBGAC:2013:0620.8CA4953.12D.00
 
Schlagworte:
Entschädigungsanspruch nach AGG Bewerbung behinderter Menschen, unterbliebene Einladung zu einem Vorstellungsgespräch
Normen:
§ 82 Satz 2 SGB IX §§ 15 Abs. 2, 21 Abs. 2 Satz 2 AGG
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1) Eine privatrechtlich organisierte GmbH, deren Gesellschafter zu 90 % die Bundesrepublik Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen sind, ist kein „öffentlicher Arbeitgeber“ i.S.d. § 82 Satz 2 SGB IX, der einen behinderten Menschen zu einem Vorstellungsgespräch einladen müsste.

2) Bewirbt sich ein behinderter Mensch in einem Zeitraum von 5 Jahren insgesamt 11 x bei ein und demselben Arbeitgeber, teilt er lediglich bei der 4., bei der 6. und bei der 7. Bewerbung - alle im Jahr 2010 – seine Schwerbehinderteneigenschaft mit, und enthalten die letzten 4 Bewerbungen - alle im Jahr 2012 – keinen Hinweis auf die Schwerbehinderung des Bewerbers, handelt der Arbeitgeber nicht schuldhaft i.S.d. § 21 Abs. 2 Satz 2 AGG, wenn und weil er den Bewerber nicht für schwerbehindert hält.

 
Tenor:
 
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