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Landesarbeitsgericht Hamm, 5 Sa 524/18

Datum:
13.02.2019
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
5. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
5 Sa 524/18
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2019:0213.5SA524.18.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Iserlohn, 4 Ca 2349/17
Schlagworte:
Urlaubsabgeltung, einmonatige tarifvertragliche Ausschlussfrist, Mindestlohn
Normen:
§ 3 S. 1 MiLoG, 7 Abs. 4 BUrlG, Art. 2 Abs. 1; in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG
Leitsätze:

1. Eine Ausschlussfrist, die im Falle des Ausscheidens aus dem Arbeitsverhältnis die Geltendmachung in Textform spätestens einen Monat nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses vorsieht, verletzt nicht das Grundrecht auf effektiven Rechtsschutz aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG.

2. Eine tarifliche Ausschlussfrist, die die Geltendmachung des Mindestlohnes nicht ausdrücklich ausnimmt, ist insoweit unwirksam.

3. Der Anspruch auf Urlaubsabgeltung ist nicht mindestlohnwirksam im Sinne des § 3 S. 1 MiLoG.

 
Tenor:

Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Iserlohn vom 19.04.2018 – 4 Ca 2349/17 – wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

Die Revision wird zugelassen.

 
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