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Landesarbeitsgericht Hamm, 17 Sa 62/19

Datum:
02.05.2019
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
17. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
17 Sa 62/19
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2019:0502.17SA62.19.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Gelsenkirchen, 3 Ca 1072/18
Schlagworte:
§ 4 Abs.1 TzBfG gebietet es, mit einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden und weniger teilzeitbeschäftigten Wechselschichtarbeitnehmern, die die Voraussetzungen von § 2a Ziff. 3 Abs. 2 MTV Chemie erfüllen, anteilig Altersfreizeit zu gewähren. Ihr Ausschluss aus der Altersfreizeitregelung ist nicht sachlich gerechtfertigt.
Normen:
§ 4 Abs.1 TzBfG, §§ 2a Ziff. 3 Abs. 3, Ziff. 1 Abs. 2 S. 2 Manteltarifvertrag; vom 24.9.1992 i.d.F. vom 02.02.2016, geschlossen von dem Bundesarbeitgeber; -verband Chemie e.V. und der IG Bergbau, Chemie, Energie
 
Tenor:

Auf die Berufung des Klägers wird das Urteil des Arbeitsgerichts Gelsenkirchen vom 21.11.2018 – 3 Ca 1072/18 – abgeändert und wie folgt neu gefasst.

Die Beklagte wird verurteilt, dem Kläger für 2018 Altersfreizeit gemäß § 2a des Manteltarifvertrags für die chemische Industrie vom 02.02.2016 in Höhe von 13,668 Freischichten zu gewähren.

Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, dem Kläger Altersfreizeit in Höhe von 18,224 Freischichten jährlich zu gewähren.

Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Beklagte.

Die Revision wird zugelassen.

 
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