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Landesarbeitsgericht Hamm, 7 TaBV 91/16

Datum:
14.02.2017
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
7. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
7 TaBV 91/16
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2017:0214.7TABV91.16.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Bielefeld, 6 BV 106/15
Schlagworte:
Versetzung, Zustimmungsersetzung, vorläufige Maßnahme
Normen:
§§ 99, 100 BetrVG
Leitsätze:

Die ordnungsgemäße Einleitung des Unterrichtungsverfahrens gem. § 99 Abs. 1 BetrVG ist Voraussetzung dafür, dass die Feststellung der dringenden Erforderlichkeit einer personellen Maßnahme (hier: einer Versetzung) aus sachlichen Gründen im Sinne des § 100 Abs. 2 Satz 3 BetrVG überhaupt getroffen werden kann.

 
Tenor:

1. Die Beschwerde der Arbeitgeberin gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Bielefeld vom 06.07.2016 – 6 BV 106/15 – wird zurückgewiesen, soweit das Verfahren nicht eingestellt wurde.

2. Auf die Anschlussbeschwerde des Betriebsrates wird derBeschluss des Arbeitsgerichts Bielefeld vom 06.07.2016 – 6 BV 106/15 – teilweise abgeändert und festgestellt, dass die vorläufige Versetzung der Mitarbeiterin X2 in die Betreuung durch die Einheit „Job Service und Placement“ vom 01.09.2015 offensichtlich aus sachlichen Gründen nicht dringend erforderlich war.

3. Die Gegenanträge werden abgewiesen.

 
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