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Landesarbeitsgericht Hamm, 15 Sa 979/14

Datum:
13.11.2014
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
15. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
15 Sa 979/14
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2014:1113.15SA979.14.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Iserlohn, 2 Ca 262/14
Schlagworte:
Präventionsverfahren, betriebliches Eingliederungsmanagement; Teilnahmerecht eines Rechtsanwalts
Normen:
§ 84 Abs. 1 und 2 SGB IX, § 241 Abs. 2 BGB
Leitsätze:

Der Arbeitnehmer hat gegen seinen Arbeitgeber einen Individualanspruch auf Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements. Dieser Anspruch folgt zwar nicht ohne weiteres aus der öffentlich-rechtlichen Norm des § 84 Abs. 2 Satz 1 SGB IX, jedoch aus § 241 Abs. 2 BGB iVm § 84 Abs. 2 SGB IX als Konkretisierung der allgemeinen Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

Ein Anspruch auf Hinzuziehung eines Rechtsanwalts zum BEM-Verfahren besteht für den Arbeitnehmer mangels gesetzlicher Regelung und unter Berücksichtigung des nicht formalisierten BEM-Verfahrens nicht.

 
Tenor:

Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Iserlohn vom 17.06.2014 – 2 Ca 262/14 – wird kostenpflichtig zurückgewiesen.

Die Revision wird zugelassen.

 
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