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Landesarbeitsgericht Hamm, 5 SaGa 49/11

Datum:
15.02.2012
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
5. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
5 SaGa 49/11
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2012:0215.5SAGA49.11.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Münster, 4 Ga 34/11
Schlagworte:
Konkurrentenklage, Schulaufsicht, Funktionsvorbehalt
Normen:
Art. 33 Abs. 2 GG, Art. 33 Abs. 4, Art. 8 Abs. 3 S. 3 Verf NRW, § 87 SchulG NRW, § 935 ZPO, § 940 ZPO
Leitsätze:

1. Art. 8 Abs. 3 S. 3 Verf NRW konkretisiert den Funktionsvorbehalt aus Art. 33 Abs. 4 GG. Der Beamtenbegriff der Norm ist daher, anders als etwa der haftungsrechtliche Beamtenbegriff des § 839 BGB, nicht statusübergreifend auszulegen.

2. Es besteht keine aus Art. 33 Abs. 2 GG resultierende Verpflichtung der Behörde, Bewerbungen aus dem Kreis der Angestellten in das Stellenbesetzungs- und Auswahlverfahren für ein Amt in der Schulaufsicht des Landes einzubeziehen, da es an der Eignung für die zu besetzende Stelle fehlt.

 
Tenor:

1. Auf die Berufung des verfügungsbeklagten Landes vom 30.11.2011 wird das Urteil des Arbeitsgerichts Münster vom 21.10.2011 – 4 Ga 34/11 – abgeändert. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Verfügungskläger.

 
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