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Landesarbeitsgericht Hamm, 9 Sa 1434/05

Datum:
01.08.2006
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
9. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
9 Sa 1434/05
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2006:0801.9SA1434.05.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Hagen, 2 (4) Ca 2999/04
Nachinstanz:
Bundesarbeitsgericht, 5 AZR 883/06 Urteil aufgehoben, zurückverwiesen 07.11.2007 , 9 Sa 165/08 Vergleich 20.05.2008
Schlagworte:
Mutterschutz, Beschäftigungsverbot, ärztliche Bescheinigung, Beweiswert, Änderung der Arbeitsbedingungen
Normen:
MuSchG §§ 3 Abs. 1, 11 Abs. 1, 14 Abs. 1
Leitsätze:

Behauptet der Arbeitgeber gegenüber der schwangeren Arbeitnehmerin, er habe die

Bedingungen am Arbeitsplatz, die zuvor mitursächlich für die Erteilung eines Beschäftigungsverbotes gem. § 3 Abs. 1 MuSchG waren, geändert, so ist es nicht die Pflicht der Arbeitnehmerin, sich hiervon vor Ort zu überzeugen und ihren Arzt gegebenenfalls zu unterrichten. Vielmehr muss der Arbeitgeber, der das Beschäftigungsverbot nicht länger gegen sich gelten lassen will, selbst geeignete Maßnahmen treffen, die zu einer erneuten Überprüfung führen. Eventuell anfallende Kosten muss er übernehmen.

Rechtskraft:
Die Revision wird zugelassen
 
Tenor:

1) Die Berufung des Beklagten gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Hagen vom 30.06.2005 - 2 (4) Ca 2999/04 - wird kostenpflichtig zurückgewiesen.

2) Die Revision wird zugelassen.

 
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