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Landesarbeitsgericht Hamm, 18 Sa 697/04

Datum:
01.09.2004
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
18. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
18 Sa 697/04
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:2004:0901.18SA697.04.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Bochum, 2 Ca 1586/03
Schlagworte:
Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Lohnausfallprinzip, krankheitsbedingter Ausfall einer Zusatzschicht (Rausholschicht) in der Metallindustrie, Berechnung des Zeitfaktors
Normen:
§§ 3 Abs. 1, 4 Abs. 1 und 4 EFZG, §§ 9 Nr. 2, 16 MTV Metall
Leitsätze:

§ 9 Nr. 2 MTV Metall legt bei der Festlegung des Zeitfaktors für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall das Lohnausfallprinzip zugrunde.

Zusatzschichten zur Herausholung von bestimmten Freischichten an Brückentagen und Werksferientagen sind keine Mehrarbeit im Sinne von § 5 I. Nr. 1 MTV Metall und im Sinne der Protokollnotiz zu § 9 Nr. 2 MTV Metall. Es handelt sich lediglich um die ungleichmäßige Verteilung der regelmäßigen tariflichen Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche über einen längeren Zeitraum.

Kann ein Arbeitnehmer eine solche angeordnete Zusatzschicht (Rausholschicht) wegen Krankheit nicht leisten, so ist die Zusatzschicht dem Schichtkonto gutzuschreiben.

Rechtskraft:
Die Revision wird zugelassen
 
Tenor:

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Arbeitsge-richts Bochum vom 25.11.2003 - 2 Ca 1586/03 - wird zurück-gewiesen.

Die Kosten der Berufung werden der Beklagten auferlegt.

 
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