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Landesarbeitsgericht Hamm, 4 Sa 1256/96

Datum:
17.09.1998
Gericht:
Landesarbeitsgericht Hamm
Spruchkörper:
4. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
4 Sa 1256/96
ECLI:
ECLI:DE:LAGHAM:1998:0917.4SA1256.96.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Iserlohn, 4 Ca 3846/95
Nachinstanz:
Bundesarbeitsgericht, 3 AZN 253/99 Beschwerde zurückgewiesen 14.12.1999
Schlagworte:
Eingruppierung eines Diplom-Psychologen als Leiter einer Erziehungsberatungsstelle
Normen:
§§ 22, 23a BAT/BL, VergGr. IIa Fallgr. 1, VergGr. Ib Fallgr. 2 BAT/BL, § 22 BMT-AW II, VergGr. IIa Fallgr. 1, Ib Fallgr. 1 BMT-AW II
Leitsätze:

1. Hat der Arbeitgeber in der Arbeitsplatzbeschreibung unter der Rubrik besondere Anforderungen das Anforderungsprofil an den Leiter einer Erziehungsberatungsstelle dahingehend umschrieben, daß „die Tätigkeit im beraterischen und therapeutischen Bereich eine Qualifikation (erfordert), die mit dem Hochschulabschluß noch nicht ausreichend nachgewiesen ist, und verlangt er von dem Arbeitsplatzinhaber mindestens ein Jahr Vollzeitberufserfahrung im klinischen Bereich und entsprechende Zusatzqualifikationen im therapeutischen Bereich, dann kann er einem diplomierten Psychologen im Höhergruppierungsprozeß nicht entgegenhalten, seine Tätigkeit habe keinen akademischen Zuschnitt.

2. Ist in einem Personalüberleitungsvertrag zwischen einem kommunalen Zweckverband und einem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt bestimmt, daß die Beschäftigungszeiten und Bewährungszeiten nach den entsprechenden tariflichen Bestimmungen des BAT angerechnet werden, dann heißt das im Klartext, daß in Abweichung von der Regelung des § 23a Abs. 2 Nr. 3 Satz 2 BAT/BL auch die bei der Arbeiterwohlfahrt zurückgelegten Be-schäftigungszeiten und Bewährungszeiten tarif und eingruppierungsrechtlich als Vordienstzeiten gelten.

3. Die VergGr. IIa, VergGr. Ib und VergGr. Ia BMT-AW I sind nach der Änderung des Tarifvertrages vom 01.11.1977 über die Tätigkeitsmerkmale zum BMT-AW II durch den Änderungstarifvertrag vom 03.02.1992 nicht nur weitgehend inhaltlich an die Tätigkeitsmerkmale des Teiles I (Allgemeiner Verwaltungsdienst) der Vergütungsordnung der Anlage 1a des BAT/BL angeglichen, sondern auch in ihrer Bezeichnung angepaßt worden, so daß es gerechtfertigt ist, bei der Vordienstzeitenanrechnung die VergGr. IIa BMT-AW II der VergGr. IIa BAT gleichzusetzen

 
Tenor:

Die Berufung des beklagten Verbandes gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Iserlohn vom 25.04.1996 (4 Ca 3846/95) wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 29.950, -- DM festgesetzt.

Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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