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Arbeitsgericht Paderborn, 2 Ca 222/18

Datum:
05.09.2018
Gericht:
Arbeitsgericht Paderborn
Spruchkörper:
2. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
2 Ca 222/18
ECLI:
ECLI:DE:ARBGPB:2018:0905.2CA222.18.00
 
Normen:
§ 74 Abs. 2 LPVG NW; § 18 Abs. 3 Satz 1 LGG NW
Leitsätze:

1. Der Inhalt der Mitteilungspflicht richtet sich bei einer Kündigung in den ersten sechs Monaten des Bestehens des Arbeitsverhältnisses nicht nach den objektiven Merkmalen der Kündigungsgründe des noch nicht anwendbaren § 1 KSchG, sondern nach den Umständen, aus denen der Arbeitgeber subjektiv seinen Kündigungsentschluss herleitet. Die pauschale Umschreibung des Kündigungsgrundes durch ein Werturteil erfüllt ausnahmsweise dann die Anforderungen der Mitteilungspflicht, wenn der Arbeitgeber seine Motivation nicht mit konkreten Tatsachen belegen kann.

2. Nach Auslegung des § 18 Abs. 3 Satz 1 LGG NRW hat die nicht ordnungsgemäße Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten nicht die Unwirksamkeit der Kündigung zur Folge.

 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Die Klägerin hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Der Streitwert wird auf 8.400,00 € festgesetzt.

 
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