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Oberverwaltungsgericht NRW, 1 A 1111/26.A

Datum:
13.08.2026
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
1. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 A 1111/26.A
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2026:0813.1A1111.26A.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Minden, 15 K 2239/25.A
Schlagworte:
Zurückverweisung Zurückverweisungsermessen Gerichtsbescheid Rechtsbehelf Rechtsmittel
Normen:
AsylG § 79 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1; VwGO § 130a Satz 1; AsylG § 78 Abs. 1; VwGO § 84 Abs. 2 Nr. 5
Leitsätze:

Gegen die qualifizierte Abweisung einer Asylklage nach § 78 Abs. 1 Satz 1 oder 2 AsylG durch Gerichtsbescheid ist gemäß § 84 Abs. 2 Nr. 5 VwGO der Rechtsbehelf des Antrags auf mündliche Verhandlung statthaft. Die Anordnung der Unanfechtbarkeit nach § 78 Abs. 1 Satz 1, 2 AsylG erfasst nur die nach dem allgemeinen Verfahrensrecht statthaften (echten) Rechtsmittel, nicht jedoch den hiervon zu unterscheidenden, für Gerichtsbescheide vorgesehenen Rechtsbehelf des Antrags auf münd­liche Verhandlung.

 
Tenor:

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Minden vom 12. März 2026 - 15 K 2239/25.A - und das verwaltungsgerichtliche Verfahren werden aufgehoben.

Die Sache wird an das Verwaltungsgericht Minden zurückverwiesen.

Die Kostenentscheidung bleibt der Schlussentscheidung des Verwaltungsgerichts vorbehalten. Gerichtskosten werden nicht erhoben.

Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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