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Oberverwaltungsgericht NRW, 18 A 2513/10

Datum:
21.01.2011
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
18. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
18 A 2513/10
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2011:0121.18A2513.10.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Köln, 12 K 2648/09
Schlagworte:
Inländerdiskriminierung Ungleichbehandlung Daueraufenthaltsrecht Familienangehöriger Unionsbürger
Normen:
FreizügG § 1; FreizügG § 4a; AufenthG § 51; AufenthG § 82; GG Art. 3; AEUV Art. 18; AEUV Art. 21; AEUV Art. 45; AEUV Art 49; AEUV Art. 56; Richtlinie 2004/38/EG Art. 3; Richtlinie 2004/38/EG Art. 16
Leitsätze:

Eine Ausländerbehörde ist nach § 82 Abs. 3 AufenthG nicht gehalten, einen Ausländer vorab über die aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen aller Eventualitäten seines Handelns zu belehren.

Die rechtliche Schlechterstellung (sog. Inländerdiskriminierung) des Nachzugs von Drittstaatsangehörigen zu Deutschen im Vergleich zum Nachzug zu Ausländern aus EU-Mitgliedsstaaten in Fällen, in denen es für den Deutschen an einem freizügigkeitsrelevanten grenzüberschreitenden Bezug fehlt, verstößt weder gegen Art. 3 Abs. 1 GG noch gegen primärrechtliche gemeinschaftsrechtliche Bestimmungen.

Zu den Voraussetzungen eines Daueraufenthaltsrechts von Familienangehörigen eines Unionsbürgers nach § 4a Abs. 1 FreizügG.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Kläger trägt die Kosten des Antragsverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Antragsverfahren auf 5.000,-- EUR festgesetzt.

 
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