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Landesarbeitsgericht Düsseldorf, 12 SLa 490/25

Datum:
14.01.2026
Gericht:
Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
12. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
12 SLa 490/25
ECLI:
ECLI:DE:LAGD:2026:0114.12SLA490.25.00
 
Vorinstanz:
Arbeitsgericht Solingen, 3 Ca 155/25
Schlagworte:
Hinterbliebenenrente - Versorgungsausgleich
Normen:
Art. 4 DSGVO, Art. 15 DSGVO; Art. 3 Abs. 1 GG; § 204 Abs. 1 BGB, § 242 BGB, § 275 Abs. 1 BGB; § 280 Abs. 1 BGB, § 286 Abs. 2 BGB, § 305 BGB, § 305c Abs. 2 BGB, § 810 BGB; § 10 Abs. 1 VersAusglG; § 12 VersAusglG, § 20 VersAusglG, § 21 Abs. 1, 4 VersAusglG, § 31 Abs. 3 VersAusglG, § 48 Abs. 3 VersAusglG; § 142 ZPO, § 422 ZPO, § 253 Abs. 2 ZPO, § 256 ZPO, § 520 Abs. 3 ZPO, Art. 229 § 5 EGBGB
Sachgebiet:
Arbeitsrecht
Leitsätze:

1. Die Satzungsbestimmungen einer Pensionskasse dürfen die Begründung der außerordentlichen Mitgliedschaft für den ausgleichsberechtigten geschiedenen Ehepartner davon abhängig machen, dass der Versorgungsausgleich durch interne Teilung gemäß §§ 10 ff. VersAusglG und nicht durch einen schulrechtrechtlichen Versorgungsausgleich gemäß §§ 20 ff. VersAusglG erfolgte. Diese Differenzierung verstößt nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.

2. Es ist deshalb nicht zu beanstanden ist, dass der neue Ehepartner des verstorbenen ausgleichsberechtigten geschiedenen Ehepartners nur dann eine Hinterbliebenenrente erhalten kann, wenn der Versorgungausgleich durch interne Teilung erfolgte nicht aber - wie hier - bei einem schuldrechtlichen Versorgungsausgleich. In diesem Fall steht bei dem bei Tod des ausgleichsberechtigten geschiedenen Ehepartners die volle Versorgung gemäß § 21 Abs. 4 Vers-AusglG wieder dem ausgleichspflichtigen geschiedenen Ehepartner zu.

Rechtskraft:
nicht rechtskräftig
 
Tenor:

1. Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Solingen vom 12.08.2025 - 3 Ca 155/25 - wird betreffend den Berufungsantrag zu 4. (Zahlung Rechtsverfolgungskosten an die X. und Erstattung Selbstbeteiligung des Klägers) als unzulässig verworfen.

2. Die weitergehende Berufung des Klägers wird zurückgewiesen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahren werden dem Kläger auferlegt.

4. Die Revision wird zugelassen, soweit der Kläger mit dem Antrag zu 1. in einem Umfang von 2.528,61 Euro brutto (21 x 120,41 Euro), mit dem Antrag zu 2. in Höhe von monatlich 120,41 Euro brutto und mit dem Antrag zu 5. betreffend eine monatliche Hinterbliebenenrente in Höhe von 120,41 Euro brutto unterlegen ist. Im Übrigen wird die Revision nicht zugelassen.

 
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